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Gesundheitsvorsorge – WHO-5 Fragebogen

Der WHO-5 Fragebogen zum Wohlbefinden kann ebenfalls als Screening-Instrument genommen werden. Hierbei zählt man einfach Punkte aus. Bei vollständigem Wohlbefinden kann man 25 Punkte erreichen, im ungünstigsten Fall 0 Punkte. Als ein realistischer „Cut Off“ für eine deutlich reduziertes Wohlbefinden gilt eine Summe < 13 Punkten:
- In den letzten zwei Wochen:
- war ich froh und guter Laune….
- habe ich mich ruhig und entspannt gefühlt….
- habe ich mich energetisch und aktiv gefühlt….
- habe ich mich beim Aufwachen frisch und ausgeruht gefühlt….
- war mein Alltag voller Dinge, die mich interessieren….
- und das kann jeweils beantwortet werden mit die ganze Zeit (5 P.), meistens (4 P.), über die Hälfte der Zeit (3 P.), weniger als die Hälfte der Zeit (2 P.), ab und zu (1 P.) und zu keinem Zeitpunkt (o Punkte).

Zum Schluss sollte nicht der erhobene Zeigefinger stehen, sondern ein Gespräch über die individuellen Ressourcen
- Was funktioniert gut am Gesundheitsverhalten?
- Was soll beibehalten werden, was weiterentwickelt werden?
- Wer könnte dabei helfen?
- Welche Faktoren müssen für das gewählte Ziel verändert werden?

Bei einer Lebensstiländerung kommt dem Patienten oder der Patientin die ganz entscheidende Rolle zu, da diese/-r die wesentlichen Therapiemaßnahmen in den persönlichen Alltag dauerhaft und selbstverantwortlich einbauen muss. In den modernen Behandlungsansätzen, dem sog. Selbstmanagement- oder Empowermentansatz wird angestrebt, die individuellen Ziele des Patienten / der Patientin bzgl. seines eigenen Lebens und des Umgangs mit der Erkrankung ernst zu nehmen und ihn zu befähigen, möglichst eigenständig mit den krankheitsspezifischen Anforderungen und Problemen zurechtzukommen. Grundlage ist eine wertschätzende Grundhaltung und es ist viel Aufmerksamkeit in den Aufbau einer intakten Beziehungsebene zu investieren. Am Besten werden kurze Sätze mit bekannten Wörtern verwendet. Die Rollen von Patient/-in und Arzt / Ärztin sind zu Beginn klar zu definieren. Das Ganze sollte in einem Therapiebündnis münden mit klar definierten und realistischen Zielen (wie zufrieden ist der/die Patient/-in zur Zeit mit z.B. ihrem Körpergewicht und welche Veränderungswünsche liegen vor?). Es sollten Etappenziele definiert werden. Der Grad der Umsetzung sollte zudem regelmäßig überprüft und überwacht werden. (s. auch Das Arzt-Patient- / Patient-Arzt-Gespräch von Hrsgb.: Th. Langer & M.W. Schnell aus dem Marseille Verlag, 2009)

www.arriba-hausarzt.de
www.arbeitsfaehigkeit.uni-wuppertal.de
www.ergo-online.de
www.eggetsberger.net/who-5_fragebogen_.html


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